Wochen Internet

20. Juni 2008

Der Kühlschrank und das Internet - Internet-Branche bastelt an tragfähigen …

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 16:09

internetn ich an diese vielen Pressemeldungen denke, wo
immer wieder vom Kühlschrank gesprochen wurde (und wird),
der
selbst was bestellt, dann denke ich immer wieder da-
rüber
nach, ob sich jemand manchmal über den Nutzen Ge-
danken macht. Der Nutzen, den Menschen von etwas haben.
Wenn Menschen gerne einkaufen gehen, und in unserer Ge-
sellschaft gehen die Menschen definitiv gerne einkaufen,
dann ist es praktisch nutzlos, dass der Kühlschrank den
Einkaufsprozess vorwegnimmt.
Und wenn im Artikel davon die Rede ist, dass man mit
“dem Internet” endlich Geld verdienen will, dann klingt
das so, als ob ein Frächter sagt, er will jetzt endlich
mit “den Straßen” Geld verdienen. Nun, klar, er braucht
die Strasse, damit seine Laster fahren können und klar,
er wird früher oder später dafür zahlen müssen (Road-
pricing) aber er weiss, dass die Strasse bloss die Not-
wendigkeit ist, damit er das machen kann, was anderen
Menschen nützt, nämlich Güter von A nach B bringen. Die
Strasse für sich nützt keinem was, viel schlechter noch,
sie bringt kaum Nutzen, ist teuer, bringt Umweltver-
schmutzung. Aber der, der die Strasse nützt um damit
etwas zu machen, der bringt Nutzen in die Gesellschaft.
Und diese wird dafür bezahlen wollen.
Es wird kaum in Frage gestellt wieso man nicht für Güter,
die man in einem Supermarkt erwirbt zahlen muss. Aber es
wird in Frage gestellt wieso man denn für Güter, die man
im
Internet “erwibt” zahlen muss, denn man zahlt ja schon
für den Zugang zum Netz - wieso dann auch noch für das
Produkt (ein Produkt wäre Software oder ein Musiktitel
oder auch eine Zeitung), wo doch klar ist, dass der Daten-
transfer aus der Sicht des Kunden schon bezahlt ist und
die Stückkosten praktisch null sind (auch aus der Sicht
des Kunden). Und vor allem: Wieso für etwas zahlen, was
andere im Netz gratis anbieten?
Es ist eine Tatsache, dass das Netz derzeit noch sehr
verzerrt ist durch Subventionen, die Unternehmen geben,
damit sie im Netz präsent sind. Solange sich Firmen noch
leisten können, Produkte im Internet zu verschenken, solange
wird ein Markt dort nicht funktionieren. Je mehr von den
Gratisanbietern pleite gehen umso mehr wird die Zahlungs-
bereitschaft der Kunden für “sichere” Produkte steigen,
denn was nützt das Gratisprodukt, wenn es nicht zuverlässig
verfügbar ist (z.B. Informationen oder eMail Service). Das
Problem löst sich demnach von selbst und das noch schnell
genug.
HM

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