Wochen Internet

10. Juni 2008

Afghanistan, Islamisten und das Internet - Polizeipräsidenten setzen auf Internet-Ü…

internetnd einem Grunde, leuchtet mir dieser Zusammenhang nicht ein.
Wie passen diese drei Dinge zusammen? Wie lange gedenken die Herren
denn Ihr Ohr auf den Backbone zu legen um zu erlauschen, wann und wo
Bin Laden (oder wer auch immer) den nächsten Anschlag plant? Wenn diese
Information neuerdings übers Internet geht, dann heiße ich ab sofort
Meier!
Islamisten sind zum allergrößten Teil technisch relativ rückständige
Menschen (Entschuldigung, es soll sich jetzt niemand gekränkt fühlen)
in technisch relativ rückständigen Ländern. Zwar benutzen die
inzwischen auch nicht mehr ausschließlich Kuriere zu Pferde, aber das
Internet komplett zu belauschen um diese Stecknadel im Heuhaufen der
Heuhaufen der Heuhaufen zu finden - absolut aussichtslos. Das einzige,
was sie damit an sachdienlichen Informationen erhalten könnten, wären
NACH einem Anschlag die Informationen, wer mit wem über Netz in
Verbindung gestanden hat. Also wäre der nächste Anschlag ohnehin
unabwendbar und bestenfalls der übernächste zu verhindern, wenn die,
die nicht den Märtyrertod gestorben sind, hinterher den judikativen Tod
sterben werden. Wenn da nicht noch die schier unendliche Menge der
restlichen gewalt- und todesbereiten Fundamentalisten wäre…
Man beachte aber die Nebenwirkungen:
Haufenweise normale Bürger, die den Lauschen ins Netz gehen werden. Je
nach politischer Vorgabe und Tagesbefindlichkeit der Lauscher werden
demnächst mit großer Wahrscheinlichkeit Netzbenutzer wegen
geringfügiger Delikte, über die sie ahnungslos im Netz plauschen, in
die Fänge der Justiz geraten.
Hervorragende Idee Herr Schily - was hätten sie vor 25 Jahren dazu
gesagt? Aber was interessiert den schon sein Geschwätz von gestern.
Angeekelt, Diesel

Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Einen Kommentar hinterlassen

You must be logged in to post a comment.

Powered by WordPress