>
> wenn die dunkelziffer möglicherweise bei über 80 oder 90 % liegt,
> dann kann man relativ schlecht von “trend” sprechen.
>
Woher nimmst du diese hohen Dunkelziffern?
> “Nach dem Bericht “Child abuse, child pornography and the internet”
> haben aufgrund der Ausbreitung des Internet Kinderpornografie-Fälle
> um 1.500 Prozent in den letzten drei Jahren in Großbritannien.
[…]
Du weißt, daß in GB eine andere Definiton von Kipo existiert als bei
uns?
[…] The Child Protection Act of 1978 has been interpreted to
illegalise the photography of a naked child under the age of 16.
[…] aus
http://www.geocities.com/ResearchTriangle/7535/Exile.htm
> naja, so kann man natürlich auch argumentieren … immerhin ist die
> zahl der verkehrstoten seit 200 jahren auch enorm gestiegen, oder
> würdest du das bestreiten wollen? ;o))
Komisch obwohl der Verkehr zugenommen hat und immer noch zunimmt, ist
sie im letzten Jahr gesunken, soviel ich mal gehört habe war die
Spitze mit knapp 50000 Verkehrstoten um 1975 rum.
> durch die einfacheren und schnelleren verbreitungswege ist der bedarf
> gestiegen, das erscheint mir nur zu logisch. ergo muß immer wieder
> “neue ware” angeboten werden.
Warum werden dann uralt Aufnahmen verbreitet? Warum findet der meiste
Mißbrauch ohne die Anwesenhait von Kameras statt?
bombjack
das stimmt nicht; das Internet ist aus Richtung U.S.A. gesponnen,
> und das erkennt man eben an manchem. Aber z.B. Domänen sind nicht
> den Amis vorbehalten;
>
> Jede Regierung der Welt kann eine .gov-Domäne beantragen; .com ist
> eigentlich für kommerzielle Sites - wird von vielen deutschen
> Firmen
> benutzt, .net ist von Internet-Service-Provider - wird in der Regel
>
> nur zweckentfremdet, jede gemeinnützige Organisation kann
> grundsätzlich eine .org-Domäne beantragen usw. - das Lustige ist
> sogar, dass die Amis IHRE Domäne .us (?) nie benutzen, im Gegensatz
>
> zu allen anderen (eben .de, .ch, .at, .uk …)
>
>
Ich habe mich mißverständlich ausgedrückt-sorry.
Für Deutschland ist die Endung .gov für Governement oder .edu für
Education unatraktiv. Es sind englische Wörter, sie werden vor-
wiegend im englisch-sprachigen Ausland genutzt, und unsere Amtssprache
ist nun mal deutsch.
Wie wäre es zur Abwechselung mit Domänen wie .bund für deutsche
Regierungsseiten oder .prv für Privatpersonen?
Am Internet sollen alle partizipieren, die es unterstützen. Daraus
folgt auch Mitsprache für alle. Deshalb finde ich Ansprüche lokaler
Regionen (>Nationen) auf Gestaltungsfreiheit im Internet akzeptabel
und notwendig.
Die Gestaltung des Internet darf nicht in den Händen elitärer Gruppen
(z.B. Hochschulen, Verwaltungsorganisationen) oder
Wirtschaftsunternehmen (SUN, IBM, MS…) liegen. Vielmehr ist die
Einbindung in ein Rechtssystem notwendig. Mit allen lokalen
Konsequenzen für die Ausgestaltung. Wie z.B. neue lokale Domänen.
Grüße Michael
:
> Ich bin froh, daß es bei one-click-zon möglich ist, auch ohne
> Kreditkarte zhu bestellen. Aber warum richtet man nicht ein quasi
> online-Bargeld-Konto ein, auf das man (monatlich oder per Hand) ein
> paar Mark überweist, und das dann den entsprechenden Sites ihr Geld
> vermittelt (gab’s so nen Ansatz nich schon mal).
Warum sollten die Nutzer für Inhalte im Web bezahlen? Natürlich, um den
Aufwand derjenigen auszugleichen, die die Inhalte produzieren.
Aber eigentlich sollten die Provider und diejenigen, die die Leitungen
zur Verfügung stellen, die Inhalte bezahlen, denn diese sind
schließlich der Anlaß, warum Nutzer die Leitungen benutzen (und dafür
nicht nur in Deutschland eigentlich viel zu viel bezahlen) und
Providerdienste von Inhalteanbietern genutzt werden.
Die Inhalte stellen den Wert im Internet dar. Und zwar nicht allein für
die Nutzer, sondern für die Leitungsanbieter! Ohne Inhalte keine
Internet-Nutzung. Deshalb: Ausgleich für die Inhalte-Anbieter.
internetanden habe ich mittlerweile, dass Standards sinnvoll sind, damit
> die Seite in möglichst vielen Browsern relativ gleich aussieht.
>
> Was ich aber nicht verstehe ist, wenn Standards doch Vorteile bieten,
> warum sich nicht mehr an Standards gehalten wird? Ist das zu teuer
> oder zu zeitaufwendig, sich an Standards zu halten. Man mus sich doch
> nur mal damit beschäftigen, oder?
Das Übel beginnt mit zwei Firmen die beinahe das gleiche Produkt
anbieten. Die Normierung neuer Standards ist recht langsam und man
will sich von der Konkurrenz abheben. Also werden eigene
Erweiterungen eingebaut. man hätte stattdessen vieleicht damit
beginnen können, die verfügbaren Standards vollständig umzusetzen,
durch die Offenheit aber wäre es der Konkurrenz leicht möglich
gewesen auch diese vollständige Unterstützung zu liefern. Die eigene
Erweiterungen und nicht vollständiger Offenlegung erschwert man den
Nachbau und binded Entwickler, die das nutzen wollen an sich.
Viele Effekte waren - und sind bei vielen CSS2 Eigenschaften - nicht
untereinander kompatibel und die Entwickler befanden sich auf einmal
in einem Lager, die Blütezeit der “optimiert für” Guerrilleros.
Manche Firmen haben sich dann noch dazu entschlossen,
Standardkonforme Konstrukte völlig anders zu interpretieren so dass
eine Verwendung nahezu nicht möglich war und ist.
Da dazu noch viele Browser versuchen jedes noch so vermüllte und
falsche Dokument irgendwie darzustellen, war der Anreiz konforme
Seiten zu erstellen immer sehr gering. Die Unmenge an defektem Code
macht es beinahe unmöglich standardmäßig den Code strenger zu
verarbeiten.
Die Folge ist, dass man bei vollkommen korrektem Code oft
Browserweichen einbauen muss oder einfach einen Codemischmasch
findet, der überall halbwegs ähnlich aussieht -> was wiederum die
Menge Mischcodes vergrößert -> Teufelskreis…
Servus
Peter Reindl
internetten befahren unsere Straßen, trinken aus unseren Leitungen
Wasser, verbrauchen unseren Strom und tauschen Informationen über
unser Internet …
Aber Moment: “Unser” Internet?? Wem gehört eigentlich das Internet?!
Es muss den gemeinen Innenminister schon ganz schön gruseln bei dem
Gedanken, dass es da eine Infrastruktur zum Austausch von
Informationen gibt, die man einfach nicht so richtig kontrollieren
kann. Das kann doch nicht sein. Offener Austausch von Meinungen?
Nicht mit uns! In anderen Regionen der Welt macht man doch mit Zensur
und Kontrolle schon ganz gute Erfahrungen. Das sollte es auch bei uns
geben.
Warum also weiter aufklären, den kulturellen Dialog suchen,
Integrationsmodelle erarbeiten, oder gar Waffenströme eindämmen,
Korruption bekämpfen und die Armut in der Welt lindern? Boah! Viel zu
aufwändig und langwierig! Das sparen wir uns einfach durch die
stärkere Kontrolle der Informationsflüsse.
Naja, was soll man auch anderes erwarten. Als Minister muss man eben
Allrounder sein. Gestern noch Umwelt-, heute Verkehrs- und morgen
Innenminister. In Demokratien mit ihren wechselnden Mehrheiten muss
man eben mit allen Ressorts etwas anfangen können. Gott bewahre!
Wie drückte es Bruce Schneier einmal aus:
“If you think technology can solve your security problems, then you
don’t understand the problems and you don’t understand the
technology.”
In diesem Sinne
Ciao
Mario
internet > Offener Austausch von Meinungen?
> …
>
> Die Verherrlichung von Terrorismus ist keine Meinung, ebenso nicht
> wie Kinderpornographie oder Aufruf zum Rassenhass.
Du willst also Düsseldorfer Verhältnisse für ganz Deutschland, wo
Sites gesperrt (na gut, in Wahrheit nur “gesperrt”) werden aber noch
nicht einmal die Liste der gesperrten Sites bekannt gegeben wird? Wo
statt am Verursacher anzusetzen die Informationsfreiheit der Surfer
beschnitten wird.
Willst Du einem Staat in Bezug auf *geheime* Zensur vertrauen, der es
wagt, Menschen anzuklagen, weil sie Buttons mit durchgestrichenen
Hakenkreuzen tragen? Ich will es nicht!
> Aufruf zum Terror zulassen führt dagegen direkt zum Unterdrücken von
> Meinungsfreiheit.
Jede Lüge fürchtet Wahrheit, aber die Wahrheit fürchtet keine Lüge.
Soviel zum Thema “Zensur löst Probleme”.
> Wer traut sich heute noch, über eine bestimmte Religion Witze zu
> machen?
Schlimm, aber: Was hat das mit dem Internet oder der
Informationsfreiheit zu tun?
Es geht hier leider nicht um (z.T. vielleicht gerechtfertigte)
Einschränkungen der Meinungsfreiheit - die fraglichen Server sind
wohl alle im Ausland. Es geht um die Einschränkung der
Informationsfreiheit, d.h. der Freiheit, allgemein verfügbare
Informationen ungehindert zu erhalten. Und das OHNE JEGLICHE
KONTROLLE DER EXEKUTIVE!
Falls Dich das nicht erschreckt, dann weißt Du nicht, wofür es mal
eine Gewaltenteilung gab.
:
> Erinnert sich noch Jemand an das belgische Kinderschändermonster
> “Dutroux”?Soweit ich weiß ist der ohne Verurteilung aus der U-Haft
> entlassen worden,weil die Staatsanwaltschaft “nicht nachkam”…
> Kann das vielleicht damit zusammenhängen ,daß auch hohe
> Polizeibeamte
> und Politiker verdächtigt waren mit an den Schändungen und Morden
> teilgenommen zu haben ?
vor allem: dutroux und konsorten hatten mit dem internet überhaupt nix
zu tun - und pädophil war von denen auch keiner.
> Vielleicht sollte man Kipo-und Kinder Händlern eine
> Kronzeugenmöglichkeit mit Straffreiheit bzw. Strafminderung in
> Aussicht
> stellen und dann die “Käufer” öffentlich bloßstellen ,ich glaube da
> würde man auch in diesem Land so manche Überraschung erleben…
straffreiheit auf keinen fall, (moderate) strafminderung, wenn sie sich
bedingungslos für die aufklärung zur verfügung stellen, darüber ließe
sich reden. und mit dem “öffentlich blosstellen” hab’ ich ernsthafte
probleme - denk an england…
-H-
internetsische Behörden filtern definitiv Inhalte, unter anderem sogar
> Mailpostfächern von Deutschen, die in China im Urlaub sind und Mails
> von ihrem Sinologie-Institut im Postfach haben, die bestimmte
> Keywords enthalten (so gerade diesen Sommer geschehen).
>
> Ein Proxydienst kann unter Umständen Abhilfe schaffen.
Aber nur, wenn er verschlüsselt ist! Denn die Überwachung geht bis in
die Anwendungsschicht (OSI-Layer 7). Und das ist auch dringend
notwendig, um z.B. nicht-authorisierte VoiP-Verbindungen zu
detektieren, und somit die Qualität der authorisierten Services zu
verbessern. http://www.betadot.com/news/2006/136/narus-china.html
Damit keine Missverständnisse aufkommen: ein solches Vorgehen
entspricht natürlich rechtstaatlichen Normen, und hilft, Demokratie
und Menschenrechte zu sichern (zum Beispiel das Recht auf “quality of
service (QoS) for the users of properly configured and authorized
VoIP services”). Dies ist natürlich unterstützenswert, und daher
unterstützen wir (die westlichen Demokratien, also insbesondere
unsere amerikanischen Freunde und Vorbilder) die Chinesen mit unserem
technischen Know-How. Die Chinesen nutzen nämlich die gleiche
Software, mit denen der NSA islamistische Terroristen überwacht:
NarusInsightIP.
http://www.narus.com/press/2005/0713.html
http://www.wired.com/news/technology/0,70914-0.html
mfg,
simulant.
*********************************************************************
ps: hier noch ein paar Zitate
>>>
http://www.betadot.com/news/2006/136/narus-china.html
“The Chinese telecom giant Shangai Telecom Co. Ltd. is interested in
Narus Inc.’s new NarusInsightIP traffic processing system. This
system will allow Shanghai Telecom to detect
internetielgruppe,
sicher kann es nicht angehen, daß das Internet ein rechtsfreier
Raum wird, in dem jeder jeden Mist publizieren darf. Mit Mist meine ich
in dem Falle z.B. die Leugnung von Tatsachen. Das Internet sollte ein
Rechts-Freier Raum sein, wo keine billige Rechte Propaganda
veröffentlicht wird.
Aber das eine Posting (Sabrina) zeigt, wenn auch ein wenig
überzeichnet (dennoch amüsant), daß das Internet-Recht
sehr kompliziert ist, immer komplexer wird, wann z.B. noch nicht einmal
für den Ford Explorer werben darf.
Für einen Provatmenschen ist das nicht mehr zu überschauen,
eine Vereinfachung und Internationalisierung ist aber offenbar nicht in
Sicht.
Das andere Posting von wegen Falschparkens ist allerdings nicht
passend. Wenn das Flaschparken in Texas eine Straftat ist, die mit dem
Tode geahndet wird, und man dummerweise zugibt, ebendiese an ebendem
Ort begangen zu haben, unterwirft man sich dem ebendort gültigen
Recht. Capice?
Die Frage zu dem Artikel ist also letztendlich die, ob das Verbreiten
dieser Unwahrheiten über den Holocaust in Australien
strafrechtlich verfolgt und geahndet wird. Hier von Deutschland aus
geht es nunmal nicht. In diesem Fall mag man LEIDER sagen, und dem
schließe ich mich in diesem Falle an, denn auch ich möchte
hier noch einmal ausdrücklich betonen, daß ich gegen RECHTS
bin, aber man darf das geltende Recht nicht dann beugen, wenn es einem
in den Kram passt. Anders verheilte es sich, wenn die Seiten durch
einen australischen Staatsbürger ins Internet gestellt worden
wären, als er sich auf deutschem Boden aufhielt. Wo dieser Server
dann letztendlich steht, das ist meines Erachtens dann irrelevant.
Naja, ich fürchte, dieses Dilemma werden wir immer wieder mal
haben, solange es auf der Erde in verschiedenen Staaten
unterschiedliche Auffassungen von Recht und Unrecht (z.B. auch aus
religiösen Motiven) gibt.
Bis dann,
Mr. T
internetch aber nicht verstehe ist, wenn Standards doch Vorteile bieten,
> warum sich nicht mehr an Standards gehalten wird? Ist das zu teuer
> oder zu zeitaufwendig, sich an Standards zu halten. Man mus sich doch
> nur mal damit beschäftigen, oder?
Es ist grob gesagt Schlamperei.
Der IE, der den Markt beherrscht hat auch einige Standards grob
verwässert. Er hält sich nur rudimentär an Standards und hat die
Frechheit Eigene zu definieren, die nur für ihn gelten.
Heise argumentiert mit Standardkonformität so, dass es bei ein paar
Sachen Ärger gegeben hat und dort bewusst Standards verletzt wurden.
Das sind Argumente, die man gelten lassen kann.
Bei alten gewachsenen Auftritten kann es schon recht teuer werden,
alles umzubauen.
Ein anderer Punkt sind Webanwendungen. Bestes Beispiel ist Typo3. Ein
enormes Ding, aber die Entwickler waren PHP-Coder und keine
Webdesigner, die Wert auf sauberes HTML legen. Bau so ein Monster mal
für einen grossen Auftritt Standardkonform um. Ich musste es ein paar
Mal machen und das treibt einem die Tränen in die Augen.
Und mich ärgert das! Es gibt heutzutage keinen Grund mehr so zu
schlampen. HTML ist nix wirklich Komplexes und es ist wirklich sehr
einfach möglich seinen eigenen Kram vernünftig zu schreiben.
Zumindest den w3c-validator sollte der Kram schon schaffen.
> Gruß,
> Standardius
CU
Martin