Wochen Internet

28. April 2008

Re: Die heilige Kuh Internet - Internet als Ursache für Anstieg bei Kin…

Abgelegt unter: Allgemein — admin @ 16:02

internetst den entscheidende Punkt nicht begriffen - wenn ein Produzent
> seine Bilder per Interner verkauft kann er kein anonymes Bargeld mehr
> kassieren. Auch im Nachhinein können beliebige Banktransaktionen
> aufgedeckt werden. Sobald in so einem Fall der Käufer auffliegt ist
> mit sehr hoher Sicherheit der Anbieter auch mit dran.
du machst hier selber den entscheidenden unterschied bei deiner
wortwahl: “produzent” und “anbieter”.
wieso muß denn immer ein produzent an den konsumenten verkaufen? das
passiert im normalen täglichen leben recht selten. cd’s kaufst du
nicht von sony, sondern z. b. im media-markt. ebenso drucker von hp
oder canon, die kannst du beim fachhandel vor ort oder bei quelle per
internet kaufen. und in diesen fällen würdest du wohl kaum behaupten,
daß der media-markt, der fachhandel oder quelle die produzenten der
ware sind.
ebenso halte ich es für recht wahrscheinlich, daß bei verkäufen von
kinderpornobildern nicht der produzent dieses materials “am anderen
ende der leitung” sitzt, sondern ein händler - ein dealer eben.
genauso wie ein rauschgift-dealer wohl fast nie der produzent sein
dürfte.
> Da bisher die Produzenten nicht mit ihren Kunden aufgeflogen sind,
> schließe ich daraus, das sie nicht über das Internet verkaufen.
> Nun verstanden?
das deckt sich eigentlich mit dem, was ich oben schrieb. da die
deutsche justiz eben nur an die hiesigen konsumenten rankommt, aber
nicht an die verkäufer in asien oder sonstwo, bricht da die kette ab.
wenn ich des verkäufers nicht habhaft werden kann, dann kann ich die
vertriebskette nicht weiter verfolgen. wenn der verkäufer allerdings
in deutschland bzw. in den ländern zu finden ist, von wo dieser z. b.
nach deutschland ausgeliefert werden kann bzw. vor ort verurteilt
werden kann, dann ist man einen schritt weiter. ob man den/die
produzenten danach schon findet, ist eine andere sache.
ente

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