Re: rechtsextremismus im Internet? - Neue Internet-Plattform gegen Rechtsextr…
> Du irrst dich ganz gewaltig. In Deutschland ist die Verbreitung
> volksverhetzender Publikationen verboten,
Indem ich es ins Netz stelle fördere ich die Verbeitung also nicht?
> Das ist ein Totschlägerargument, da viel zu oft benutzt. Wenn du heir
> neu bist, hast du es vielleicht noch nicht gemerkt - aber
> Kinderpornos und Faschoseiten kommen immer wieder als Argument bei
> solchen Diskussionen unter der Vermutung, daß Gutmensch da den Mund
> hält und nicht mehr weitediskutiert (denn das ist nun mal per se
> schlecht, dafür kann niemand sein).
Ich bin in der Tat neu hier. Ich werde es in Zukunft vermeiden es als
Argument zu bringen
> Hmm, einfache Frage: Wer überwacht den Zensor?
Ich weiß es nicht.
> Kontrolleure, mithin den Zensor. Nehmen wir ein Denkexperiment: Im
> Gulf War III war ja die Bundesrepublik auf der Seite der
> Kriegskritiker. Nehmen wir jetzt an, wir hätten effektive
> Zensursysteme und Frau Merkel als Kanzler - wären also in der Allianz
> der Willigen fest eingebunden. Wer hätte den Zensor, seine Gehilfen
> oder einen geheimdienstlichen Hacker daran effektiv gehindert, die
> Website von Al Jazeera in die Blacklists aufzunehmen?
Niemand!
> weiß es, niemand kann es prüfen. Und die Sperrlisten sind ebenso
> nicht öffentlich, damit nicht prüfbar. Wer hindert den Zensor daran,
> als Nächstes Michael Moore als verfassungsfeindlich einzuordnen, weil
> er einen Link auf eine linksextreme Site drauf hat, die wiederum auf
> eine Bombenbastelanleitung verlinkt?
Ich will keine Zensur wie es sie im 3. Reich gab. Ich habe keine
Antwort darauf wer über die Zensur entscheidet und wer ihn überwachen
soll.
> Allerdings widerspricht ein mündiger, medienkritischer Bürger dem
> Prinzip des Konsumtrottels, der allen Quatsch glaubt, den man ihm in
> den Pusch-Medien erzählt.
Und wer ist deiner Meinung nach in der Mehrheit??? Der mündige Bürger
oder der Konsumtrottel??
> Ich sprach in dem Zusammenhang ja schon mal an, daß es sinnvoll wäre,
> einen Webbrowser mit einer Comment-Erweiterung zu versehen (also eine
> Erweiterung, die das durch den Webmaster der Site unkontrollierte
> Kommentieren der Site erlaubt).
Halte ich auch für sinnvoll. Aber solange es sowas nicht gibt sollte
man diese Seiten sperren
> Nimmst du ernsthaft an, das Web wäre ein Bildungsmedium?
Ja! Weil es genug Leute gibt die es als solches benutzen.
> Verzeih die
> provokative Frage - wie alt bist du und sitzt du grad vor dem
> Schulrechner?
22. Ich sitze am Firmenrechner.
> Informationen holt sollte sich über deren Qualität und Verläßlichkeit
> klar sein - soll heißen, er sollte die Grundqualifikationen des
> Informationszeitalters (Fähigkeit zur Informationsrecherche,
> Informationsbewertung und Informationsabstraktion) zumindest
> ansatzweise entwickelt haben.
Sollte??? Und wenn nicht? Was wenn genau so einer eine rechte Seite
findet die ihm erzählt das die Ausländer ihm den Arbeitsplatz
wegnehmen? Glaubst du er surft sofort zu spiegel.de o.ä. und guckt
nach ob das alles stimmt? Wer auf rechten Seiten ist sucht
informationen weil er alles andere nicht glaubt/glauben will.
Gruß
ES